Startmenü von Windows 10 optimal anpassen

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Das Startmenü von Windows 10 ist für viele eine unübersichtliche Kachelsammlung. Mit ein bisschen Pflege führt es Sie aber komfortabel zu Ihren Programmen.

Das Startmenü von Windows 10 genießt keinen guten Ruf: zu unübersichtlich, hässlich und ständig blinken Live-Kacheln mit überflüssigen Informationen. Dabei kann man das Menü in weiten Bereichen den eigenen Vorlieben anpassen. Einige der dazu nötigen Handgriffe hat Microsoft aber unnötig kompliziert gemacht. Trotzdem ist es auf Dauer sinnvoller, das Menü zu konfigurieren, als sich mehrmals täglich über die ungeliebte Startrampe zu ärgern.

Das Startmenü gliedert sich grob in drei nebeneinander angeordnete Bereiche: Eine schmale Spalte ganz links enthält das Ausschaltmenü, eine Schaltfläche für die Einstellungen, darüber ein paar Links zu persönlichen Ordnern und eine Schaltfläche zum Ab- und Ummelden. In der Spalte rechts daneben hat das klassische Startmenü sein Zuhause, mit einer alphabetisch sortierten Liste der Einträge für alle installierten Apps und Anwendungen. Der größte Bereich ganz rechts nimmt die Kacheln auf: Symbole unterschiedlicher Größe, die auf Programme oder Apps verweisen und bei letzteren auch als Live-Kacheln daherkommen können. Das sind Felder, die im Hintergrund aktualisierte, kurze Informationen präsentieren, je nach App auch animiert.

Von der Bedienphilosophie her ist das klassische Startmenü der zentrale, vom System verwaltete Bereich mit einer vollständigen Liste der installierten Anwendungen. Der Kachelbereich gehört dagegen dem Anwender: Hier kann er nach Belieben Kacheln löschen, Abkürzungen zu seinen Lieblingsprogrammen hinzufügen und die Einträge nach seinem Gusto anordnen.,

Klassisches Startmenü

Einige Schalter, mit denen sich das Verhalten des Startmenüs im Detail anpassen lässt, finden sich in den Einstellungen unter "Personalisierung/Start".

Der Bereich des klassischen Startmenüs entspricht mehr oder weniger dem, was alteingesessene Anwender von Windows 7 oder noch früher her kennen. Hier sammeln sich all die Einträge, die Setup-Programme bei der Installation von normalen Anwendungen anlegen, außerdem installierte UWP-Apps (Universal Windows Platform) aus Microsofts Store. Windows sortiert die Einträge alphabetisch und fügt für jeden Startbuchstaben eine Zwischenüberschrift ein. Ein Klick auf eine dieser Zeilen öffnet eine Liste mit allen vorhandenen Anfangsbuchstaben; ein weiterer Klick rollt die Liste an die dazugehörige Position.

Vor den sortierten Einträgen fügt Windows in der Voreinstellung einen Abschnitt mit den Einträgen ein, von denen es glaubt, dass der Anwender sie vermutlich demnächst benutzen wird. Normalerweise sammeln sich hier die sechs in letzter Zeit am häufigsten benutzten Anwendungen an. Sind gerade eine oder mehrere neue Anwendungen installiert worden, bekommen deren Startmenü-Einträge für einige Tage den Platz an der Sonne. Diese dynamischen Bereiche lassen sich in den Einstellungen unter "Personalisierung/Start" deaktivieren: Die dazugehörigen Schalter heißen "Meistverwendete Apps anzeigen" beziehungsweise "Zuletzt hinzugefügte Apps anzeigen" – mit "Apps" meint Microsoft hier wie üblich nicht nur UWP-Apps, sondern alle Anwendungen.

Aus den Einträgen des klassischen Bereichs im Startmenü speisen sich unter anderem die Ergebnisse des Suchfeldes in der Taskleiste. Dieselben Fundstellen erhält man, wenn man das Startmenü über die Start-Schaltfläche oder durch einfachen Druck auf die Windows-Taste öffnet und beginnt, einen Suchbegriff ins Leere einzutippen. Der Bereich "Apps" mit klassischen Anwendungen und UWP-Apps erscheint dabei ganz oben in der Ergebnisliste. Das ist der schnellste Weg, beliebige Programme zu starten, denen Sie keine Abkürzung auf dem Desktop, in der Taskleiste oder im Kachelbereich des Startmenüs spendiert haben.

Verknüpfungen und Unterordner

Was die Dateien und Ordner auf der Festplatte anbetrifft, verhält sich die klassische Startmenü-Spalte größtenteils wie von älteren Windows-Versionen her gewohnt: Ihre Einträge und Untermenüs für normale Anwendungen bestehen aus Verknüpfungen beziehungsweise Unterordnern, die aus zwei verschiedenen Ordnern auf der Festplatte stammen, nämlich einem systemweiten und einem benutzerspezifischen Teil. Die systemweiten Startmenüeinträge sind in dem Ordner %ProgramData%\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs und seinen Unterordnern gespeichert, die benutzereigenen unterhalb von %AppData%\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs. Für Änderungen der globalen Einträge sind Administratorrechte erforderlich. Hinter der Abkürzung %AppData% verbirgt sich ein Ordner im Benutzerprofil, normalerweise C:\Users\Benutzername\AppData\Roaming. Der dazugehörige Benutzer hat hier Schreibrechte.

In welchem der beiden infrage kommenden Ordner ein Startmenüeintrag auf der Festplatte liegt, sieht man ihm nicht an. Im Kontextmenü von Einträgen, die zu normalen Anwendungen gehören (also nicht zu UWP-Apps), findet sich aber unter "Mehr" der Befehl "Dateispeicherort öffnen". Er öffnet ein Explorer-Fenster in dem Ordner, in dem die dazugehörige Verknüpfung residiert. Passende Rechte vorausgesetzt, kann man sie hier löschen, um sie aus dem Startmenü zu entfernen – wer es übersichtlich mag, wird so beispielsweise die Readme- und Uninstall-Links los, die manche Installationsprogramme überflüssigerweise anlegen. Um schnell zu überprüfen, worauf sich eine Verknüpfung bezieht, kann man übrigens ihren Kontextmenübefehl "Dateipfad öffnen" benutzen: Er navigiert in einem Rutsch zu ihrem Ziel.

Die Beschriftung von Startmenüeinträgen entspricht den Dateinamen der dazugehörigen Verknüpfungen; durch Umbenennen lassen sie sich also ändern. Das können Sie nicht nur für kosmetische Zwecke ausnutzen, sondern auch aus praktischen Erwägungen: Angenommen, Sie haben den Hex-Editor HxD installiert, benutzen ihn aber nicht oft und können sich daher seinen Namen nicht merken. Mit der Eingabe "Hex" ins Suchfeld werden Sie ihn nicht finden. Das können Sie ändern, indem Sie einfach seinen Startmenüeintrag in "Hex-Editor HxD" umbenennen. Öffnen Sie jetzt das Startmenü und tippen die ersten Zeichen drauflos, ist das Tool schnell gefunden.

Programme ohne Setup

Über die erwähnten Ordner lassen sich dem Startmenü auch Einträge für Programme hinzufügen, die keine eigene Installationsroutine mitbringen. Vor allem kleine Tools brauchen ja häufig kein Setup, sondern werden einfach in irgendeinen Ordner auf der Festplatte kopiert und lassen sich sofort benutzen. Um bequem auf solche Programme zuzugreifen, kann man ihnen recht schnell eine Kachel spendieren.

Wenn Sie stattdessen nur einen Startmenüeintrag erzeugen wollen, klicken Sie die EXE-Datei im Explorer mit der rechten Maustaste an und wählen den Befehl "Kopieren". Anschließend tippen Sie

%AppData%\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs

in die Eingabezeile des Explorers ein oder klicken sich zu diesem Ordner durch, rechtsklicken dort einen freien Bereich und wählen "Verknüpfung einfügen". Durch Umbenennen der Verknüpfung passen Sie den Text des Eintrags wunschgemäß an.

Die Einträge von UWP-Apps aus dem Lieferumfang von Windows oder aus Microsofts Store lassen sich im klassischen Startmenü weder löschen noch sonst wie bearbeiten. Um sie loszuwerden, können Sie nichts anderes tun, als die jeweilige App zu deinstallieren.

Kacheln

Jede Kachel – egal, ob sie zu einer App oder einem normalen Programm gehört – besitzt den Kontextmenüeintrag "Von ‚Start‘ lösen" und lässt sich damit löschen. Wenn Sie bei einem Eintrag wie dem für die mitgelieferte Wetter-App nur das Geblinke stört, reicht vielleicht schon der Befehl "Live-Kachel deaktivieren" aus dem Untermenü "Mehr" ihres Kontextmenüs.

Der Kachelbereich des Startmenüs gehört einzig und allein Ihnen als Anwender. Sie haben die komplette Kontrolle darüber, welche Symbole hier erscheinen und wie sie sortiert sind. Der Bereich ist zwar bei einem frisch installierten Windows beziehungsweise einem neu angelegten Benutzerkonto mit Microsofts Vorauswahl gefüllt, aber die kann man als Anwender beliebig verändern. Weder klassische Anwendungen noch UWP-Apps werden hier jemals von sich aus erscheinen. Das ist auch gut so – Microsoft hat hier aus der Vergangenheit gelernt: Zu Zeiten von Windows XP gab es massenweise Wichtigtuerprogramme, die sich bei der Installation ungefragt mit einem oder gar mehreren Symbolen in der Schnellstartleiste verewigt haben. Bei den Kacheln des Startmenüs ist das nicht möglich: Es gibt schlicht keine dokumentierte Programmierschnittstelle, über die Anwendungsentwickler hier Änderungen vornehmen könnten.

Die Kehrseite der Medaille: Um die Kacheln sinnvoll benutzen zu können, müssen Sie sie von Hand an Ihre Vorlieben und Gewohnheiten anpassen. Ja, das kostet Zeit. Die holen Sie aber durch den schnelleren Zugriff auf Ihre häufig benutzten Programme wieder heraus.

Anordnung ändern

Die Anordnung der Kacheln können Sie ändern, indem Sie sie einfach mit gedrückter Maustaste an die gewünschte Position ziehen. Beim Loslassen fällt eine Kachel immer in ein vom System vorgegebenes Raster. Die Kacheln sind in mit Überschriften versehene Gruppen gegliedert, die Sie zum Beispiel für eine Kategorisierung verwenden können. Die Überschriften der einzelnen Bereiche lassen sich ändern, indem man sie einfach anklickt.

Schiebt man eine Kachel an eine Position, die zu keiner Gruppe gehört, entsteht eine neue mit zunächst leerer Überschrift. Entfernt man die letzte Kachel aus einer Gruppe, verschwindet sie samt ihrer Überschrift. An den zwei waagerechten Strichen, die erscheinen, wenn der Mauszeiger über eine Gruppenüberschrift fährt, kann man eine Gruppe mit der Maus anfassen und so im Ganzen an eine neue Position schieben. Ein Rechtsklick an dieser Stelle bringt ein Menü mit dem einzigen Eintrag "Gruppe von ‚Start‘ lösen" zum Vorschein. Achtung: Der Befehl löscht nicht nur die Gruppe, sondern auch alle in ihr enthaltenen Kacheln.

Kachelfläche

Die Größe des Kachelbereichs lässt sich ändern, indem man seinen oberen oder rechten Rand mit der Maus anfasst und wie gewünscht verschiebt. Die Höhe passen Sie so stufenlos an, in der Breite können Sie einzelne Spalten hinzufügen oder entfernen. Die Breite der Spalten können Sie um zwei Rasterstufen erhöhen, indem Sie in den Einstellungen unter "Personalisierung/Start" den Schalter "Mehr Kacheln im Startmenü anzeigen" aktivieren. Noch mehr Platz für Kacheln schafft der Schalter "Startmenü im Vollbildmodus verwenden" an selber Stelle: Er stellt das Startmenü-Verhalten wieder her, das einige Anwender noch von Windows 8 her kennen dürften. Es öffnet sich dann nicht mehr nur ein Menü, sondern die Kacheln füllen den ganzen Bildschirm.

Weniger als eine Kachelspalte lässt Windows beim Verschieben des rechten Startmenü-Randes nicht zu. Wenn Sie partout keine Kacheln haben wollen, müssen Sie jede einzelne löschen, entweder per "Von ‚Start‘ lösen" oder indem Sie sämtliche Gruppen entfernen. Das klassische Startmenü lässt sich dagegen mit dem Schalter "App-Liste im Startmenü anzeigen" auf der erwähnten Einstellungen-Seite abschalten. Schalten Sie ihn aus, erscheinen ganz links im Startmenü am oberen Rand zwei neue Schaltflächen, mit denen Sie zwischen klassischem Startmenü ("Alle Apps") und einer Nur-Kachel-Ansicht ("Angeheftete Kacheln") umschalten können.

Apropos Einstellungen: Auf der erwähnten Seite gibt es unten auch noch einen Link namens "Ordner auswählen, die im Startmenü angezeigt werden". Hier können Sie bestimmen, welche Symbole in der ganz linken Spalte des Startmenüs über dem "Ein/Aus"-Symbol zu sehen sind. Zur Auswahl stehen neben den Einstellungen und dem Datei-Explorer Ihr Benutzerprofil sowie einige persönliche Ordner wie Dokumente, Downloads oder Musik. Zu derselben Liste befördert Sie auch ein Rechtsklick auf einen der bestehenden Menüeinträge nebst Auswahl des Befehls "Diese Liste personalisieren".

Kachelquellen

Den Kachelbereich können Sie aus zwei verschiedenen Quellen befüllen: Zum einen findet sich in jedem Eintrag des klassischen Startmenüs der Kontextmenübefehl "An ‚Start‘ anheften". Alternativ können Sie einen Startmenüeintrag auch gleich per Drag & Drop in den Kachelbereich ziehen.

Aus dem Explorer lassen sich ausführbare Dateien direkt als Kachel ins Startmenü verfrachten: Auch sie haben den Befehl "An ‚Start‘ anheften" in ihrem Rechtsklick-Menü. Im Dateisystem legt Windows mit diesem Befehl eine Verknüpfung in dem oben schon beschriebenen benutzereigenen Startmenü-Ordner an, blendet sie jedoch aus dem klassischen Startmenü aus. Über den Kontextmenübefehl "Dateispeicherort öffnen" navigieren Sie auch bei Kacheln schnell zu der Verknüpfung, etwa um sie umzubenennen.

Mit einer Kachel verringert man den Aufwand zum Starten häufig verwendeter Programme nicht nur auf zwei Mausklicks, sondern man erschließt sich auch deren Sprunglisten: Ähnlich wie beim Rechtsklick auf ein Taskleistensymbol zeigt das Kontextmenü von Kacheln die zuletzt mit dem dazugehörigen Programm geöffneten Dateien. So manche Anwendung versteckt hier außerdem "Aufgaben": schnelle Zugriffe auf populäre Programmfunktionen wie "Neues Fenster" bei Browsern oder den Start des Integrated Scripting Environment (ISE) bei der Windows PowerShell. Außerdem steckt der Befehl "Als Administrator ausführen" in jedem Kachel-Kontextmenü von normalen Anwendungen, und zwar im Untermenü "Mehr".

Kacheloptik anpassen

Ohne manuelles Bearbeiten einer XML-Datei erledigt der TileIconifier die Arbeitsschritte, die nötig sind, um die Optik von Kacheln aufzupolieren.

Jede Kachel besitzt in ihrem Kontextmenü ein Untermenü namens "Größe ändern". Dessen Befehle bestehen bei klassischen Anwendungen aus den Einträgen "Klein" und "Mittel"; bei UWP-Apps können noch "Breit" und "Groß" dazukommen. Eine "kleine" Kachel belegt im Kachel-Raster ein Feld, eine "mittlere" zwei mal zwei Felder. Eine "breite" Kachel ist ebenfalls zwei Felder hoch, aber vier breit; eine "große" Kachel belegt vier mal vier Felder. Neu angelegte Kacheln haben bei althergebrachten Anwendungen erst mal die Größe "Mittel"; bei Apps kann der Entwickler die initiale Größe festlegen.

Mittelgroße Kacheln für normale Anwendungen sehen meist nicht besonders hübsch aus: Ihr Icon stellt Windows nicht größer dar als etwa ein Desktop-Symbol derselben Anwendung. So enthält die Kachel viel ungenutzte Leerfläche. Grundsätzlich alle Kacheln auf "Klein" umzuschalten, ist auch keine Lösung, weil dabei die Beschriftung verloren geht und viele kleine Kacheln schnell unübersichtlich werden.

Es gibt aber einen Weg, das in einer Kachel angezeigte Standard-Icon durch etwas Eigenes zu ersetzen. Vorgesehen ist das eigentlich nur für Apps, es funktioniert aber auch für normale Anwendungen. Zu Fuß ist der Weg zum eigenen Kachelsymbol ziemlich steinig. Wir empfehlen daher, ihn einem Tool wie dem Programm TileIconifier zu überlassen. Das hat bei unseren Versuchen stets einwandfrei funktioniert, ist kostenlos verfügbar und steht unter einer Open-Source-Lizenz.

Kacheln per XML anpassen

Wenn Sie kein spezielles Werkzeug benutzen wollen, müssen Sie zunächst mindestens ein, besser zwei Bilder erstellen und in den Ordner verfrachten, in dem auch die EXE-Datei der Anwendung lagert. Vorgesehen sind GIF-, PNG- oder JPG-Dateien im Format 150 × 150 und 70 × 70 Pixel; ist nur das größere vorhanden, skaliert Windows es zum Anzeigen einer kleinen Kachel herunter. Als Ausgangspunkt mag ein Screenshot des Explorers in dem Ordner mit der Programmdatei dienen, wobei Sie auf eine der größeren Symbol-Ansichten umschalten.

Die Bitmaps müssen Sie in eine XML-Datei eintragen, die ebenfalls in dasselbe Verzeichnis wie die EXE-Datei gehört und die den Namen der Programmdatei tragen muss, wobei die Endung ".exe" durch ".VisualElementsManifest.xml" zu ersetzen ist:

<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<Application xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance">
  <VisualElements Square150x150Logo="MyAppLarge.png"
                  Square70x70Logo="MyAppSmall.png"
                  ShowNameOnSquare150x150Logo="on"
                  ForegroundText="dark"
                  BackgroundColor="silver"
  />
</Application>

Die Namen der beiden Bitmaps gehören in die Attribute Square70x70Logo und Square150x150Logo des <VisualElements> -Tags; ist nur ein Bild vorhanden, gehört sein Dateiname in beide Felder. Das Attribut ShowNameOnSquare150x150Logo kann on oder off enthalten und bestimmt, ob der Name des Programms angezeigt wird, wenn die Kachelgröße "Mittel" gewählt ist.

Ist die Anzeige an, bestimmt das Attribut ForegroundText, bestimmt das Attribut ForegroundText, ob Windows dafür eine helle (light) oder eine dunkle Schrift (dark) verwendet. Das Attribut BackgroundColor enthält entweder einen der vordefinierten Farbnamen oder einen RGB-Code für eine Farbe, wie sie aus der HTML-Syntax bekannt ist. #800080 steht hier beispielsweise für ein dunkles Lila. Damit Windows die Änderungen übernimmt, müssen Sie abschließend noch irgendeine Änderung an der Verknüpfung durchführen, die der Kachel zugrunde liegt. Es genügt, mit einem Tool wie dem bei C++-Entwicklern meist vorhandenen touch das Datum der letzten Änderung zu aktualisieren, damit Windows die alte Kachel aus seinem Cache löscht.

Dasselbe erledigt eine PowerShell-Eingabe nach dem Muster (gi Prog.lnk).LastWriteTime = Get-Date wobei Sie Prog.lnk durch den Dateinamen der zu der Kachel gehörenden Verknüpfung ersetzen müssen.

Wünschenswert wäre, dass sich die Möglichkeiten der Kachel-Kosmetik zu allen Programmentwicklern herumspricht. Dann könnten sie die hier beschriebenen Dateien standardmäßig ihren Anwendungen beilegen, zumindest wenn diese ohnehin per Setup-Programm installiert werden müssen. Eine hübsche Kachel ist für viele Windows-10-Anwender ein nettes Gimmick.

Stresslevel senken

Es macht Arbeit, das Startmenü von Windows 10 an eigene Vorlieben anzupassen. Die damit zugebrachte Zeit ist aber gut investiert: Zum einen sparen Sie sich damit etliche Mausklicks und die Suche nach seltener benutzten Programmen in der von Microsoft vorgegebenen Struktur. Zum anderen ist das Startmenü ein Teil von Windows, den man normalerweise mehrmals am Tag zu Gesicht bekommt. Ihn wohnlich einzurichten, statt sich ständig darüber zu ärgern, tut einfach dem persönlichen Stresslevel gut.

Können Sie sich mit dem Startmenü von Windows ums Verrecken nicht anfreunden, dann können Sie immer noch ein alternatives Startmenü installieren. Wenn Sie unseren letzten Vergleichstest zu alternativen Startmenüs heranziehen wollen, beachten Sie bitte, dass das dort recht gut bewertete Programm Classic Shell mittlerweile unter dem Namen OpenShell (Download) firmiert.